GRAFCET ist auch 14 Jahre nach Einführung der DIN EN 60848 für viele Fachkräfte aus dem Metall- und Elektrobereich noch ein Buch mit sieben Siegeln. Das ist vielleicht auch nicht verwunderlich, schließlich reicht zur Beschreibung von einfachen Steuerungsaufgaben auch der Funktionsplan oder ein Weg-Schritt-Diagramm aus. Hier liegt nun aber auch das Problem, es gibt im Prinzip keine einfachen Steuerungen mehr. Die Anlagen sind komplex, vernetzt und haben Schaltbedingungen, die von linearen Abhängigkeiten so weit weg sind, wie Hydrauliköl von Himbeerlimo.

Was ist denn nun GRAFCET?

Naja, auf jeden Fall nichts zum Trinken. Soviel sei hier schon mal verraten. Schauen wir doch mal in eine nicht allzu ferne Vergangenheit. Wie sah dort eine Steuerung aus? Etwas vereinfacht könnte man es beispielhaft so beschreiben:

Ein Schalter wird betätigt, ein Ventil schaltet, ein Zylinder fährt aus, betätigt einen Endschalter und fährt wieder ein. Diese lineare Abfolge lässt sich sehr gut mit einem Weg-Schritt-Diagramm beschreiben. Mit der fortschreitenden Automatisierung kamen auch neue Anforderungen auf die Steuerungstechnik zu. Die linearen Abläufe wurden durch Zeit- und Schleifenfunktionen ergänzt, darüber hinaus sollten sie in unterschiedlichen Programmvarianten zur Verfügung stehen. Um diese Abläufe zu Beschreiben, reichte ein Weg-Schritt-Diagramm nicht mehr aus und es wurde durch den Funktionsplan ersetzt. Die Probleme waren kaum gelöst, schon hat die nächste Schwierigkeit an die Tür der Entwickler, Inbetriebnehmer, Bediener und nicht zuletzt auch der Instandhalter geklopft. Als Folge der stärkeren Vernetzung und Globalisierung, wurde auch eine stärkere Vereinheitlichung und Strukturierung der Steuerungsbeschreibung notwendig.

Das Ergebnis war die grafische Beschreibungssprache GRAFCET.

Warum muss ich GRAFCET kennen?

Nun, das ist ausnahmsweise schnell erklärt. Der Funktionsplan nach DIN 40719 hat zum 01.04.2005 endgültig seine offizielle Daseinsberechtigung verloren und diese an den GRAFCET nach DIN EN 60848 übergeben. Das bedeutet in der Praxis, dass alle Dokumentationen und Beschreibungen ab diesem Datum eben GRAFCET verwenden. Wenn Sie nun in der -nicht ganz ungünstigen- Lage sein möchten zu wissen, was eine Anlage tut, bevor Sie ihre Hände reinstecken, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Sie fragen einen Kollegen oder Sie erkennen es aus der Anlagendokumentation mit GRAFCET.

Was machen Sie nun?

Richtig, einen Kurs, ein Seminar oder einen Lehrgang.

Wo können Sie einen GRAFCET-Kurs machen?

Natürlich bei einem starken Partner wie der Christiani Akademie!

Nutzen Sie noch heute die Chance auf die letzten Plätze für 2016!