Digitale Medien in der Ausbildung einsetzen? Na, klar! – Aber wie?

Digitale Medien erobern unseren Alltag. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch die Aus- und Weiterbildung digital wird. Denn die Vorteile digitaler Formen des Lernens liegen auf der Hand:

  1. Mit digitalen Medien sind Lernende zeitlich und örtlich flexibel.
  2. Lernen mit digitalen Medien ist individuell. Lernende bestimmen Ihr Lerntempo selbst und wählen, mit welchem Medium sie lernen.
  3. Digitales Lernen ist transparent. Lernende können ihre Fortschritte und ihre Lernhistorie jederzeit nachvollziehen.
  4. Digitale Formate sind interaktiv. Ob zwischen den Lernenden und den Lehrenden oder bei den Lernenden untereinander: der soziale Austausch mit digitalen Medien trägt zum Lernerfolg bei.
  5. Digitale Medien sind up-to-date: Auszubildende nutzen Smartphones, Tablets und Co. ganz selbstverständlich. Die Nutzung solcher Medien in der Ausbildung kann einen echten Motivationsschub auslösen.

Bei allen guten Argumenten für die digitalen Medien bleiben aber entscheidende Frage offen: Wie und wo sollen Ausbilderinnen und Ausbilder beginnen? Welche Medien machen Sinn? Woher bekommt man geeignete digitale Inhalte?

Wir haben einige Hinweise und Anregungen für Sie in 5 Tipps zusammengestellt.

 

Tipp 1: Lerninhalte/Lernziele auswählen

Treffen Sie eine Auswahl von Lerninhalten, die Sie mittels digitaler Medien vermitteln möchten. Welchen Mehrwert möchten Sie erzielen? Wollen Sie für mehr Motivation bei Ihren Azubis sorgen? Möchten Sie den Lernprozess effizienter gestalten? Oder speziellen Lerntypen gerecht werden? Vielleicht geht es Ihnen auch einfach darum, inhaltlich besonders flexibel zu sein. Digitale Medien bieten erstaunlich viel. Wichtig, ist, sich im Vorfeld darüber klar zu werden, welche Anforderungen Sie an das Medium haben.

Hier finden Sie konkrete Beispiele:

 

Einige Anregungen und konkrete Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Medien finden Sie hier:

 

Tipp 2: Überlegen Sie sich, welches Medium sich eignet

Nicht jedes (digitale) Medium ist für jeden Lerninhalt gleich gut geeignet. Um Zusammenhänge zu erklären, eignet sich ein Video oder Podcast, für die Darstellung von Abläufen beispielsweise ein animiertes Diagramm, für die Kommunikation in der Gruppe oder die gemeinsame Projektarbeit gibt es viele unterschiedliche Lösungen (s.u. Tools).

 

 Tipp 3: Inhalte mediengerecht umsetzen

Digitale Medien bieten viele Möglichkeiten für eine ansprechende methodisch-didaktische Aufbereitung von Lehr-/Lerninhalten und Chancen für die Erhöhung der Lernmotivation. Nutzen Sie diese Vorteile, indem Sie Erklärvideos, Wissensquizze, Meinungsumfragen erstellen oder interaktive Web-Based-Trainings einsetzen.

Ein Beispiel für die Erstellung eines Web-Based-Training (WBT)

 

Tipp 4: Mit einfachen Tools anfangen

Sie müssen nicht programmieren können, um digitale Medien in der Ausbildung einzusetzen. Starten Sie mit einfachen Tools. Hier sind einige Beispiele:

  • Kommunikation per Slack
  • Organisation, Nutzung und Bereitstellung von Inhalten auf SharePoint oder DropBox –> Beispiel für Share-Point Nutzung
  • Forennutzung (WordPress)
  • Zusammenarbeit mit Etherpad oder Google-Docs
  • Projektarbeit mittels Trello
  • Erstellen eines eigenen Blogs
  • Erklär-Videos
  • Berichtsheft online

 

Tipp 5: Binden Sie Ihre Azubis aktiv mit ein

Sie müssen nicht alles selbst machen. Beziehen Sie Ihre Azubis bei der Erstellung digitaler Medien mit ein. Nutzen Sie das Wissen Ihrer Azubis und deren Interesse, indem Sie mit ihnen zusammen in kleinen Workshops Möglichkeiten erarbeiten, wie sich digitale Medien in der Ausbildung einsetzen lassen. Und dann kann die digitale Ausarbeitung beginnen.

Bleiben Sie neugierig – und: viel Spaß mit digitalen Medien!

 

Wenn Ihnen unsere Anregungen gefallen haben und Sie mehr über die Nutzung digitaler Medien in der Ausbildung erfahren möchten, dann besuchen Sie doch unseren online-Lehrgang “Experte/-in für Medienpädagogik in der Ausbildung” EMPA!

Hier finden Sie weiterführende Links zu EMPA: